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Thomas Wind hat für die Otto-Brenner-Stiftung ein Arbeitspapier unter dem Titel "Demoskopie, Medien und Politik. Ein Schulterschluss mit Risiken und Nebenwirkungen" verfasst, das am 22. Oktober 2018 veröffentlicht wurde. 

Demoskopie und ihre Umfrageergebnisse sind wichtiger Bestandteil politischer Kommunikation. Medien geben Meinungsforschung in Auftrag und verwerten die Ergebnisse. Politik nutzt Umfragen, um über das Meinungsklima in der Bevölkerung informiert zu sein. Dadurch hat sich über die Jahre ein demoskopisch-medial-politischer Komplex herausgebildet. Allerdings verändern sich die gesellschaftlichen und technischen Rahmenbedingungen für Meinungsforschung gerade tiefgreifend. So eröffnet das Internet einen neuen Zugang zu den Stimmungen und Haltungen der Menschen. Innerhalb der Branche hat sich der Wettbewerb zwischen den etablierten Instituten, die an den althergebrachten Methoden festhalten, und den aufstrebenden Online-Meinungsforschern verschärft. Es geht um die Produktions- und Verwertungsbedingungen von Demoskopie in der Zukunft.

Das OBS-Arbeitspapier 34 untersucht zunächst die Rolle und Bedeutung, die politische Meinungsforschung im Zusammenspiel mit Medien und Politik hat. Im Anschluss wird die aktuelle Situation der Demoskopie – institutionell und methodisch – beschrieben. Dabei geht es auch um den Stellenwert der Repräsentativität von Umfragen und inwieweit diese überhaupt bei Online-Befragungen zu gewährleisten ist. Auf Grundlage der Bestandsaufnahme wird ein 10 Punkte-Programm als Empfehlung formuliert, welches auf mehr Transparenz und einen bewussteren Umgang mit Umfragedaten zielt.

Link zum Arbeitspapier und zur Medienresonanz:
https://www.otto-brenner-stiftung.de/wissenschaftsportal/informationsseiten-zu-studien/demoskopie-medien-und-politik/